Das Sauvage – Liebe & Paleo in Berlin

 

Wer die eigene Ernährung auf Paleo umstellt, hat es nicht leicht. Nicht nur werden Brot und Pasta, neben Kartoffeln die beiden Grundsättigungsmittel deutscher Küche, von der Karte genommen, auch fehlt mir oft die nötige Kreativität, Obst, Gemüse, Salat, Nüsse und Fleisch immer wieder neu und spannend zu kombinieren. Inspiration kann man sich ja gut im Restaurant holen. Da wir Werker viel und fleißig trainieren, wollten wir uns endlich auch mal genüsslich belohnen, und zwar zusammen Essen gehen in Berlin. Neukölln ist für seine kulturelle Vielfalt in der Gastronomie bekannt, noch nicht so sehr für die prähistorische Auswahl an Speisen.

Dass die abwechslungsreiche und leckere Ernährung nach Paleoprinzip doch sehr möglich ist, zeigen Boris und Rodrigo in ihrem Berliner Restaurant Sauvage. Die beiden heriateten vor etwa einem Jahr und nachdem Boris seine Ernährung komplett auf Paleo umstellte und bald darauf starke Verbesserung seiner Gesundheit und seines Wohlbefinden, nicht zuletzt auch körperliche Leistung folgten, ließ sich auch Rodrigo darauf ein. Nach einem halben Jahr harter Arbeit bis zur Eröffnung ihres Restaurants im Mai bekochen die beiden ihre Gäste nun mit wechselnden Tagesgerichten. So haben wir nicht zweimal überlegt, sondern sind direkt zu Zehnt angetreten und haben die kulinarischen Künste auf die Probe gestellt.

Als Aperitiv wählten wir den immer frisch gemachten Fruchtnektar: Frische Erdbeeren, Orange, Apfel und Ananas mit Rosenwasser ergaben eine für manchen ungewohnt samtige (“seifige”) Konsistenz, aber diese ist eine willkommene Abwechslung zu den sonst eher zu dickflüssigen Smoothies anderswo.

Die beiden Tagesgerichte – ein Curry aus Meeresfrüchten und Fisch mit Salat (siehe Bild) als auch das Filet Mignon – schmeichelten dann nicht nur unseren Gaumen, sondern waren ein echter Hingucker. Auf den ersten Blick die Portionen größer hätten sein können, wurden alle satt.

Na klar, das Glas Wein entspricht nicht unbedingt der paläotischen Ernährung, aber hin und wieder hat es auch seine gesunde Wirkung. Die Weinauswahl ist überschaubar, vier von uns schmeckten der Riesling und Cabernet Sauvignon auf Rodrigos Empfehlung zum Essen sehr gut.

Wer vom Hauptgang noch nicht jeden Appetit befriedigt hatte, kam beim Kuchen als Dessert dann voll auf die eigenen Kosten, also wurde satt. Ich persönlich war ja gespannt, wie ein Kuchen ganz ohne Mehl auf den Tisch käme. Von nun an werde ich wohl jeden Kuchenteig aus Nüssen machen.


Um jetzt ein kleines Fazit zu ziehen: Das Sauvage ist noch sehr unauffällig in der Pflügerstraße, nahe der Kreuzung zur Pannierstraße, aber seit dem Artikel im Exberliner, der uns darauf brachte, wird es wohl nicht mehr lange so sein. Auch wir werden dort gerne und wohl regelmäßig einkehren und uns von den neuen Rezepten der Beiden inspireren lassen. Und Boris und Rodrigo haben gesagt, sie wollen  demnächst mal bei uns im Werk vorbeikommen.

Hier geht’s zur (facebook) Fanpage des Sauvage und hier zur Webseite.

Sauvage
Pflügerstraße 25
12047 Berlin (Neukölln)

Tel.: 030/53167547